![]() |
Verso
|
BEWERTUNG |
17.03.2026 von Born2bewildVerso ist ein Kartenspiel, dass unter die Kategorie: Flog bis zur SPIEL unter dem Radar. Denn auf der Messe spielten wir eine Maxi-Version des Spiels bei Gigamic. Dann dachten wir erst einmal: richtig cooles Spielmaterial und waren dann etwas irritiert, als wir die normale, kleinere Version mit „normalen“ Karten und nicht die aus Schaumstoff in der Hand hielten. Doch das sollte uns nicht davon abhalten, einen genaueren Blick auf die englische Version des Spiels zu werfen. Ob es uns davon abgehalten hat, dem Spiel eine gute Wertung zu geben, erfahrt Ihr in unserem Review…
Was uns von Anfang an sehr positiv auffiel, war die Verpackung des Spiels. Sie ist nicht nur sehr robust, sondern ist mit dem Pappschuber und der Gigamic-Lasche zum Öffnen sehr wertig und komfortabel. Im Inneren freut sich dann das Monk-Herz, denn die zwei in Papierbanderolen gehüllten Kartenstapel haben einzelne Fächer. Ebenso wie die Punktemarker, die exakt passend in Ihrem Fach Platz finden. Insgesamt wurde bei dem Produkt größtenteils auf Plastik verzichtet. Lediglich die Klebelaschen im Auslieferungszustand sind aus transparentem Klebeband. Lassen sich aber restlos und ohne Schäden von der Verpackung entfernen. Das Kartendesign ist thematisch und relativ schlicht gehalten. Die Zahlen und Symbole stehen im Mittelpunkt. Auch wenn die Karten natürlich nicht mit der Messe-Maxi-Variante vergleichbar sind, wurden sie von der Materialstärke sehr gut gewählt und machen einen wertigen Eindruck.
Für den Spielaufbau legt Ihr die Punktechips als Vorrat in die Mitte und mischt die Karten. Dann bildet Ihr einen Nachziehstapel aus Karten, die fünfzehnmal der Personenzahl, die mitspielen, entsprechen. Nachdem Ihr jemanden zum Starten bestimmt habt, kann es dann auch schon direkt losgehen.
Ziel des Spiels
Die Dauer des Spiels ist primär durch die Anzahl der Karten begrenzt, denn ist der Nachziehstapel aufgebraucht, endet das Spiel und Ihr prüft, wer am meisten Punkte hat. Diese Person gewinnt das Spiel. Damit Ihr Punkte erhaltet, müsst Ihr Straßen gleicher Farbe sammeln und diese werten. Mehr dazu aber im Spielverlauf.
Die Anleitung
Die Anleitung erinnert vom Format her an Amigo-Spiele. Sie ist doppelseitig und, trotz der Sprachbarriere, sehr schnell gelesen. Es gibt einige Beispiele und Bilder, die die Regeln veranschaulichen und einen Solo-Modus, der von seiner Beschreibung und Wertungstabelle her etwa ein Viertel der Anleitung einnimmt. Da wir das Spiel aber bereits auf der SPIEL erklärt bekommen hatten, haben wir auch einen leichten Vorteil beim Lesen und Verstehen der Regeln.
Seid Ihr an der Reihe, habt Ihr die Wahl zwischen zwei Aktionen:
Da Ihr die Landschaftswertung erst bei zwei bis sechs Karten einer Farbe ausführen könnt, müsst Ihr in den ersten Runden erst einmal eine Karte ziehen. Wenn Ihr Euch für diese Aktion entscheidet, nehmt Ihr die oberste Karte vom Stapel, ohne die Unterseite anzugucken. Nun müsst Ihr Euch entscheiden: legt Ihr die Karte so vor Euch ab oder dreht ihr sie um und legt sie dann ab.
Die Krux an der Geschichte ist folgende: Ihr legt die Karten, sortiert nach Ihrer Farbe - beziehungsweise Landschaft - in Eurer Auslage aufsteigend aus. Dabei dürft Ihr jede Zahl pro Landschaft nur einmal haben, das heißt: doppelte Zahlen legt Ihr wieder ab. Außerdem möchtet Ihr, dass Ihr auf den Karten möglichst viele Punkte habt. Denn auf den Karten sind entweder drei oder ein Punkt abgebildet.
Sobald Karten in Eurer Auslage liegen, dürft Ihr sie zwar umsortieren, aber nicht mehr drehen. Dabei wisst Ihr aber vor dem Umdrehen zumindest ungefähr, was sich auf Ihrer Rückseite befindet: Die Farbe der Rückseite entspricht niemals der Vorderseite. Eine blaue Karte ist also auf der Rückseite immer orange oder grün. Außerdem ist auf der Rückseite der Karte immer die andere Punktzahl aufgedruckt. Habt Ihr also auf der Vorderseite drei Punkte, so ist auf der Rückseite ein Punkt. Bei den Zahlenwerten ist es etwas anders. Die Rückseite ist immer um eins größer oder kleiner. Also beispielsweise beim Sonderfall der Sechs ist auf der Rückseite entweder eine Eins (plus eins) oder eine fünf (minus eins).
Irgendwann werdet Ihr einmal mindestens zwei aufeinanderfolgende Karten einer Landschaft vor Euch liegen haben. Dann könnt Ihr Euch für die Landschaftswertung entscheiden. Dabei zählt Ihr die Punktesymbole aller Karten dieser Landschaftsstraße zusammen und nehmt Euch den entsprechenden Punktemarker aus der Mitte. Außerdem müssen die zu euch benachbart sitzenden Personen jeweils die höchste Karte der entsprechenden Landschaft umdrehen. Haben sie Glück und die gedrehte Karte lässt sich anlegen, dürfen sie diese behalten. Sollten sie sie diese Zahl in der Farbe bereits haben, müssen sie sie ablegen. Ihr selbst müsst die zwei höchsten Karten der soeben gewerteten Folge ablegen. War sie länger, so habt Ihr eventuell die Möglichkeit, die verbliebenen Karten dieser Landschaft im nächsten Zug noch einmal zu werten.
Weitere Punkte bringt es Euch, wenn Ihr von jeder Landschaft drei Karten zu sammelt. Dann erhaltet Ihr sieben Bonuspunkte. Diese erhaltet Ihr aber erst erneut, wenn Ihr das Raster aus dreimal drei Karten auflöst und später wieder aufbaut. Also beispielsweise durch eine Wertung.
Sobald die letzte Karte gezogen wurde, endet das Spiel. Dann habt Ihr alle noch einmal die Möglichkeit, eine Eurer Landschaftsfolgen zu werten, allerdings ohne Karten der benachbarten Personen umzudrehen. Die Person mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.
Lieferumfang
Cover & Bilder © Cover: www.gigamic.com / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de Das Fazit von: Born2bewild
|
|






Kommentare[X]