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Raven
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BEWERTUNG |
19.08.2016 von MarSBurt Reynolds ist den meisten wohl aus Filmen wie Beim Sterben ist jeder der Erste, Ein ausgekochtes Schlitzohr oder Auf dem Highway ist die Hölle los bekannt, die alle aus den 70er und 80er Jahren stammen. Seit Ende der 80er versucht der US-amerikanische Schauspieler an die alten Erfolge anzuknüpfen, scheiterte dabei aber meist noch vor der Ziellinie. Ob er sich im Jahr 1996 noch einmal aus der Asche erheben konnte erfahrt Ihr in unserer Kritik zum Actionthriller Raven.
Eine politisch angehauchte aber überschaubare Geschichte, knallharte Männer, lässige One-Liner, jede Menge Shoot-Outs und eine ordentlich angezogene Gewaltschraube - Raven hat eigentlich das richtige Rezept benutzt, um einen anspruchslosen aber unterhaltsamen Actionfilm zu schaffen, scheitert aber kläglich an der Umsetzung. Die Story ist so extrem konstruiert, dass jede Form von Glaubwürdigkeit und Realismus auf der Strecke bleiben, die Charaktere sind stumpf, ohne jegliche Tiefe und fernab von nachvollziehbaren Handlungen und die auf cool getrimmten One-Liner sind weder lustig noch eben wirklich cool. Burt Reynolds ist hier ganz klar eine absolute Fehlbesetzung, da man ihm seine eiskalte Figur, die trotz ihrer Funktion als titelgebende Hauptrolle keinerlei Sympathien sondern das genaue Gegenteil entwickelt, in keiner Filmminute abnimmt. Ja, die Shoot-Outs sind zahlreich und es fliegen blaue Bohnen ohne Ende durch die Lüfte, die entsprechenden "Einschläge", Körpertreffer und darauf folgenden Blutspritzer sind jedoch so unspektakulär, dass der Film bei einer FSK-Neuprüfung locker lässig eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten würde. Garniert wird der ganze Unsinn dann auch noch von dümmlichen Dialogen, die mit ihrem mangelhaften Anspruch wiederum perfekt zur hohlen Handlung passen.
Das Bild der DVD kann ebenso wie der Film selbst kaum überzeugen und liefert zahlreiche Unschärfen, starkes Filmkorn und auch einige Schmutzpartikel. Schwarzwert und Kontrast sind mangelhaft und auch Details sucht man vergeblich. Der Ton steht diesem Eindruck in nichts nach und liefert dank Abmischung in 2.0 kaum nennenswerte Eindrücke. Dynamik und Surroundeinbindung völlige Fehlanzeige, die Dialoge sind jedoch stets verständlich und auch die Shoot-Outs klingen gar nicht mal so schlecht, auch wenn auch Basseinsatz verzichtet wurde. Cover & Bilder © www.sofahelden.de Das Fazit von: MarS
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