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MobLand: Familie bis aufs Blut - Staffel 1
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BEWERTUNG |
19.09.2026 von MarSMit Mobland veröffentlicht Leonine Studios / Paramount die erste Staffel einer starbesetzten Gangstersaga, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Warum? Das erfahrt Ihr in unserer Kritik...
In der Londoner Unterwelt kämpfen die Familien der Harrigans und der Stevensons um die Vormachtstellung. Bislang sind sich die Patriarchen Conrad Harrigan (Pierce Brosnan) und Richie (Geoff Bell), das Oberhaupt der Stevensons, außerhalb ihrer Geschäfte bewusst aus dem Weg gegangen, um größere Spannungen zwischen den Familien zu vermeiden. Nun allerdings wurde Richies Sohn brutal ermordet, und die Situation droht erstmals zu eskalieren. Zeit für den Auftritt von Harry Da Souza (Tom Hardy), den Problemlöser der Harrigans, der sich seit vielen Jahren darum kümmert, den Frieden auf den Straßen Londons zu wahren. Doch während Harry alles dafür tut, einen Krieg zu verhindern, und damit sogar seine eigene Ehe mit Jan (Joanne Froggatt) aufs Spiel setzt, ist es ausgerechnet Eddie (Anson Boon), der jüngste Spross des Harrigan-Clans, der immer wieder aufs Neue Öl ins bereits lodernde Feuer kippt. Und auch Conrads Ehefrau Maeve (Helen Mirren) scheint alles darauf anzulegen, einen Krieg mit den Stevensons zu provozieren...
Wenn eine britische Gangsterserie das Licht der Welt erblickt, dann ist meist ein bekannter Name nicht allzu weit entfernt: Guy Ritchie. Und tatsächlich hat er auch bei Mobland seine Finger mit im Spiel, wenngleich vor allem als einer der ausführenden Produzenten, als Regisseur hingegen lediglich in den ersten beiden Episoden. Doch Ritchies Handschrift trägt Mobland keineswegs, denn die Gangstersaga verzichtet gänzlich auf Humor oder augenzwinkernde Spitzen, sondern zeigt sich durchwegs ernst, düster und immer wieder extrem hart. Atmosphärisch absolut dicht inszeniert taucht man hier als Zuschauer tief in die Unterwelt Londons ab, wo Intrigen, Machtkämpfe und Gewalt den Alltag bestimmen, während das nach außen schicke London oder auch die idyllischen Landschaften außerhalb der Großstadt das dreckige Geschäft, die oftmals derben Dialoge sowie die eiskalte, berechnende und skrupellose Art der Beteiligten hervorragend kontrastieren. Mobland setzt inhaltlich zwar überwiegend auf gängige Genreklischees und bietet erzählerisch kaum Neues, schafft es aber mühelos genau diese Elemente so packend und intensiv zu schildern, dass man sich dem Ganzen kaum wieder entziehen kann. Plötzliche und oftmals drastische Gewaltspitzen, die bemerkenswerte erzählerische Dynamik, zahlreiche Wendungen sowie geschickt eingesetzte Fehlinformationen sorgen im Verlauf für einen hervorragenden Spannungsbogen, während sich die ohnehin durchwegs angespannde Atmosphäre bis zur unausweichlichen Eskalation zunehmend weiter verdichtet. Wobei Eskalationen hier durchaus an der Tagesordnung sind...
Zum Großteil ist es aber der Verdienst des einfach grandios agierenden Cast, der Mobland am Ende zu einem echten Ereignis macht. Da wären beispielsweise Pierce Brosnan und Hellen Mirren, die in ihren Rollen mühelos ihr bisheriges Image mit Füßen treten und sich genüsslich als echte Gangster zeigen. Brosnan glänzt hier als machtgieriger Patriarch ohne jegliche Skrupel und legt seine Figur dabei so vielschichtig an, dass man als Zuschauer im einem Moment Mitleid mit dem alternden Familienoberhaupt hat, wogegen er einen schon im nächsten Moment wieder das Fürchten lehrt. Mirren hingegen überrascht als manipulative und absolut hassenswerte Frau, die stets im Hintergrund agiert und von dort aus alle Fäden in der Hand hält. Doch obwohl sich die Handlung grundsätzlich um den Machtkampf zweier verfeindeter Gangsterfamilien dreht, rückt in Mobland sehr schnell der von Tom Hardy verkörperte "Problemlöser" Harry Da Souza in den Mittelpunkt des Geschehens, wodurch sich auch der Fokus sowie der Blickwinkel des Publikums verschiebt. Und dieser Blickwinkel hat es in sich, denn Hardy weiß die Ereignisse mühelos auf seinen breiten Schultern zu tragen. Als stoischer Fells in der Brandung, der zumeist ruhig, höflich und besonnen agiert, bei Bedarf aber auch ohne mit der Wimper zu zucken zur Naturgewalt werden kann, reißt er jede Szene an sich und dominiert nicht nur durch seine körperliche Präsenz sowie seine Ausstrahlung jede Szene - und sichert sich damit als eine Art Antiheld zwischen den Fronten zudem die Aufmerksamkeit sowie die Sympathie des Publikums.
Details der Blu-ray
Die Blu-ray liefert angenehm scharfes, detailreiches Bild, das sich durch eine bewusst reduzierte aber stets natürliche Farbpalette auszeichnet. Gelegentlich wirkt das grundsätzlich sehr saubere Bild etwas körniger, was jedoch durchaus stimmig mit der jeweiligen Atmosphäre harmoniert. Akustisch setzt die Tonspur immer wieder gezielte Highlights bei den Actionsequenzen sowie dem genialen Soundtrack, die mit viel Druck den gesamten Surroundbereich beanspruchen. Im Übrigen konzentriert sich der Ton auf eine klare, verlustfreie und saubere Sprachwiedergabe.
Episodenguide
Cover & Bilder © Leonine Studios / © 2026 Viacom International Inc. All Rights Reserved. Das Fazit von: MarS
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