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ES: Welcome to Derry - Staffel 1
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BEWERTUNG |
21.05.2026 von MarSMit gemischten Gefühlen haben die Fans die Prequel-Serie zum zweiteiligen ES Remake erwartet, die sich endgültig von der von Stephen King erschaffenen Romanvorlage distanziert. Warner Bros. Home Entertainment veröffentlicht die achtteilige erste Staffel von ES: Welcome to Derry nun auf DVD, Blu-ray und 4K UHD, und wir haben uns für Euch ins Maine der 60er gewagt...
1962. Als der US Air-Force Major Leroy Hanlon (Jovan Adepo) auf den Luftwaffenstützpunkt nach Derry in Maine versetzt wird, ahnt er noch nicht, weshalb General Shaw (James Remar) ausgerechnet ihn angefordert hat. Shaw forscht im Auftrag der Regierung nach einem mysteriösen Wesen, das alle 27 Jahre in Erscheinung tritt und dabei nicht nur die gesamte Stadt in Angst und Schrecken versetzt, sondern auch seinen Hunger nach Menschenfleisch stillt, weshalb ihm Hanlons Unfähigkeit, Angst zu empfinden, bei seiner Suche helfen soll. Unterdessen hat der aktuelle Zyklus des Wesens bereits begonnen, doch als der junge Matty (Miles Ekhardt) nach einem Kinobesuch spurlos verschwindet, verdächtigt der örtliche Sheriff Bowers (Peter Outerbridge) sofort den schwarzen Kinobetreiber Hank (Stephen Rider), ohne sich auf die Suche nach anderen Verdächtigen zu machen. Hanks Tochter Ronnie (Amanda Christine) ist jedoch fest von der Unschuld ihres Vaters überzeugt, und macht sich deshalb gemeinsam mit ihren Freunden Lilly (Clara Stack) und Rich (Arian S. Cartaya) sowie Hanlons Sohn Will (Blake Cameron James) auf die Suche nach Matty. Damit geraten die Kinder jedoch selbst in tödliche Gefahr, denn das Wesen lauert bereits auf seine nächsten Opfer...
Eine Vorgeschichte zu den bereits bekannten Ereignissen aus ES, mit zusätzlichem Input zu Pennywise? Warum eigentlich nicht, noch dazu wo Pennywise auch in der Prequel-Serie von Bill Skarsgård verkörpert wird. Soweit die erste Hoffnung. Allerdings setzt Schöpfer Andrés Muschietti in der Vorgeschichte zu seinem Zweiteiler dann doch eher auf das bereits etablierte Konzept, eine zweigleisige Erzählung aus der Sicht von Erwachsenen sowie aus der Perspektive einer Gruppe von Außenseitern im Kindesalter zu präsentieren, wenngleich diese beiden Handlungsstränge hier nicht zeitlich versetzt, sondern parallel ablaufen. Gleichzeitig tritt Pennywise selbst erst sehr spät im Verlauf der Inszenierung in Erscheinung, und hat überhaupt verhältnismäßig wenig Screentime spendiert bekommen, wogegen dem zusätzlich eingefügten Handlungspart um die Jagd auf ES durch das Militär sehr viel Zeit eingeräumt wird. Eben dieses Element passt allerdings nicht so recht zu den Ereignissen aus den Filmen, und auch wenn auf diese Weise zahlreiche Querverweise auf andere King-Werke beziehungsweise die Geschichte von ES ihren Weg in die Erzählung finden und die Inszenierung um einige interessante zeitgenössische Aspekte bereichert wird, wirkt dieser Teil der Serie ein wenig wie ein unnötiger beziehungsweise nicht immer passender Fremdkörper. Und dennoch funktioniert das Grundkonzept auch in der Prequel-Serie wirklich gut, wodurch sowohl ein ordentlicher Spannungsbogen sowie eine teilweise wirklich fiese Atmosphäre entstehen, aber auch die Erweiterung des zugrundeliegenden ES-Universums durchaus ansprechend und unterhaltsam ausfällt. Ebenso sind die Grusel- und Gore-Momente nicht zu unterschätzen, denn obwohl einige Sequenzen ein wenig unter deutlichem und massivem CGI-Einsatz leiden bietet ES: Welcome to Derry dennoch einige sehr deftige Gewaltspitzen und gemeine Jumpscares, die den Herzschlag beschleunigen und Gorehounds erfreuen. Alles in Allem ist ES: Welcome to Derry damit zwar keine Serie, die die Fans der Geschichte großartig zu überraschen weiß, immerhin aber eine, die dem Universum treu bleibt und dieses sogar um einige neue Aspekte bereichert. Man darf gespannt sein, was die zwei geplanten Prequel-Fortsetzungen noch zu bieten haben, die dann jeweils erneut um 27 Jahre in der Zeit zurückspringen werden...
Details der Blu-ray
Obwohl ES: Welcome to Derry auch als 4K UHD erscheint, bewegt sich bereits die Blu-ray auf einem sehr hohen Niveau. Das absichtlich etwas weicher gehaltene Bild der Blu-ray liefert insgesamt eine sehr scharfe und detaillierte Darstellung, wobei Kontrast und Schwarzwert ebenfalls sehr gut eingestellt sind. Leicht überstrahlende helle Bildbereiche sowie kräftige und natürliche, allgemein jedoch etwas reduzierte Farben sorgen für einen sehr ansprechenden Look, der perfekt mit den vorangegangenen Filmen harmoniert. Abstriche müssen - leider mal wieder - bei der deutschen Tonspur gemacht werden. Während die Originaltonspur wahlweise in Dolby TrueHD 7.1 oder Dolby Atmos vorliegt, muss sich der deutsche Ton mit einer Abmischung in Dolby Digital 5.1 zufriedengeben, was selbstreden für weniger Dynamik, Kraft und Raumklang sorgt. Dennoch weiß die deutsche Synchronfassung im Gesamtbild zu gefallen, auch wenn die Dialoge im Vergleich zum übrigen Sounddesign etwas zu leise klingen und markante Szenen nicht ganz die Intensität der Originaltonspur erreichen.
Episodenguide
Cover & Bilder © Warner Bros. Home Entertainment Das Fazit von: MarS
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